Haben Sie bemerkt, dass es in diesem Winter in Deutschland mehr Ratten gibt? Hier ist der Grund dafür – und was dagegen hilft

Haben Sie bemerkt, dass es in diesem Winter in Deutschland mehr Ratten gibt? Hier ist der Grund dafür – und was dagegen hilft
Ratten

Der Winter ist die Jahreszeit, in der nicht nur wir uns nach Wärme und einem vollen Kühlschrank sehnen. In den dunklen Ecken des Gartens und im Keller schmieden Ratten ähnliche Pläne. Ein paar unscheinbare Ritzen, ein paar Krümel in der Küche, und plötzlich hören Sie mitten in der Nacht das charakteristische Knirschen in der Wand. Wenn Sie verstehen möchten, warum Ratten im Winter ins Haus kommen und wie Sie das wirklich verhindern können, gehen wir gemeinsam Schritt für Schritt die wichtigsten Fakten durch.

Warum Ratten im Winter so gerne in Häuser ziehen

Wenn die Temperaturen in Deutschland sinken, sind drei Dinge für Ratten wichtig: Wärme, Nahrung und Schutz vor Raubtieren. Ein Haus bietet ihnen all das auf einmal, ohne dass sie sich besonders anstrengen müssen. Nach Angaben des National Pest Control Association melden etwa 24 % der Hausbesitzer im Winter Probleme mit Ratten. Das zeigt, dass es sich nicht um „eine einzelne verirrte Ratte” handelt, sondern um ein sehr typisches Szenario.

Wärme, Wände und Isolierung – der ideale Unterschlupf im Winter

Ratten sind extrem kälteempfindlich, daher wirkt der Innenraum eines Gebäudes auf sie wie ein Magnet. Sie dringen einmal ins Innere ein und können dort den ganzen Winter über bleiben, indem sie Nester in der Isolierung, hinter Schränken, unter dem Boden oder auf dem Dachboden bauen. Dort sind sie praktisch unsichtbar und vermehren sich ständig. Ein Weibchen kann im Laufe eines Jahres etwa 5–10 Würfe mit jeweils 5–6 Jungen haben, und die Jungen sind bereits nach 5–6 Wochen geschlechtsreif. So kann sich ein Paar im Laufe eines Winters schnell zu einer beeindruckenden Kolonie entwickeln.

Wie wenig braucht eine Ratte, um durchzukommen

Die größte Überraschung? Es braucht gar keine große Öffnung. Eine Hausratte kann sich durch einen Spalt von etwa 6 mm Höhe und eine Öffnung von etwa 9–10 mm Breite zwängen. Das bedeutet, dass minimale Undichtigkeiten an Garagentoren, Türschwellen, Fundamenten oder Dachabdeckungen für sie wie offene Türen sind.

Typische „Durchgänge” für Ratten und ihre Größe

Potenzieller Einstiegsort Ausreichende Lücke
Lücke unter dem Garagentor Höhe von etwa 6 mm
Spalte in der Wand, in der Nähe von Rohren oder Kabeln Durchmesser von etwa 9–10 mm

Hinzu kommen ungeschützte Lüftungsgitter, undichte Ausgänge von Trocknern, Abzugsrohre oder Dachrinnen, über die eine Ratte auf das Dach gelangen kann. Im Winter werden solche Stellen zusätzlich durch Schnee und Laub verdeckt, sodass sie leicht zu übersehen sind.

Nahrung, Müll und Kompost – ein Winterbuffet für Nagetiere

Im Winter mangelt es in der Natur an Samen, Insekten und Früchten, sodass Ratten dorthin ziehen, wo sie eine garantierte Nahrungsquelle finden. In der Praxis sind das Küchen, Vorratskammern, Mülltonnen und Kompostbehälter. Eine offene Mülltonne, eine Futterschüssel, Krümel auf dem Tisch oder eine Folie mit Essensresten auf dem Balkon sind für sie ein klares Signal: Hier lohnt es sich, vorbeizuschauen.

Ein schlecht verschlossener Schrank mit Trockenprodukten kann eine Ratte anlocken, die innerhalb weniger Wochen ein Nest baut und Junge zur Welt bringt – bevor Sie überhaupt merken, dass Sie nicht allein zu Hause sind.

Wie Sie feststellen können, dass sich bereits Ratten im Haus befinden

Haben Sie bemerkt, dass es in diesem Winter in Deutschland mehr Ratten gibt? Hier ist der Grund dafür – und was dagegen hilft
Ratten

Wenn Sie Zweifel haben, sollten Sie mit offenen Augen durch das Haus gehen. Typische Anzeichen sind:

  • kleine dunkle Exkremente an den Fußleisten, in Schränken, im Vorratsraum oder hinter Küchengeräten
  • Knirschen, Kratzen oder Rascheln in den Wänden, der Decke oder unter dem Boden, meist nachts
  • zerfetzte Papiere, Stoffe oder Mineralwolle, die für Nester verwendet wurden
  • angeknabberte Lebensmittelverpackungen, Kabel oder Plastik

Aus meiner sehr nüchternen Sicht: Je schneller ich solche Anzeichen ernst nehme, desto weniger Nerven werde ich später haben. Jedes Mal, wenn ich nachts ein verdächtiges Geräusch höre, denke ich sofort daran, dass die ignorierte Anwesenheit von Ratten im Haus innerhalb weniger Wochen zu einer Situation führen kann, in der professionelle Methoden erforderlich sind.

Wie man den Zugang von Ratten einschränkt und ohne Risiko hinter ihnen aufräumt

Die Grundlage ist die Abdichtung des Gebäudes. Risse und Spalten sollten mit Silikon oder einer Lösung gefüllt werden, größere Öffnungen zusätzlich mit Stahlwolle oder einem feinmaschigen Netz verschlossen werden. Lüftungsgitter, Abzugs- und Trocknerauslässe sollten mit stabilen, gut schließenden Abdeckungen versehen sein, die den Luftstrom nicht behindern, aber das Eindringen von Nagetieren verhindern.

Ein zweiter wichtiger Faktor ist die Ordnung und Begrenzung von Nahrungsquellen. Bewahren Sie Lebensmittel in luftdichten Behältern auf, verschließen Sie Mülleimer und lassen Sie Futternäpfe für Haustiere nicht über Nacht voll stehen. Im Freien sollten Sie den Kompostbehälter von den Wänden wegstellen, herumliegende Äste entfernen und Pflanzen am Fundament zurückschneiden.

Wenn Sie Exkremente finden, beachten Sie die Empfehlungen der CDC: Kehren oder saugen Sie diese nicht auf, da dies kontaminierte Aerosole aufwirbeln kann. Befeuchten Sie die verschmutzte Stelle lieber mit einem Desinfektionsmittel (z. B. einer Lösung aus etwa 1 Teil Bleichmittel und 9 Teilen Wasser), warten Sie einige Minuten und sammeln Sie dann alles mit Papiertüchern und Handschuhen ein. Dadurch verringern Sie das Risiko des Kontakts mit Krankheitserregern.

Wann ist professionelle Hilfe sinnvoll?

Wenn Sie trotz Abdichtung und Reinigung weiterhin nächtliche Geräusche hören, frische Exkremente sehen oder das Gefühl haben, dass sich Ratten in den Wänden oder auf dem Dachboden eingenistet haben, kann eine professionelle Rattenbekämpfung erforderlich sein. Die in Deutschland tätigen Fachleute sind in der Lage, versteckte Eingänge zu finden, sichere Methoden auszuwählen und Fallen so aufzustellen, dass die Population schnell reduziert und gleichzeitig das Risiko für Hausbewohner und Haustiere minimiert wird.

Fazit

Letztendlich geht es darum, dass wir uns im Winter wirklich frei zu Hause fühlen können und nicht die Ratten. Eine gute Abdichtung, die richtige Lagerung von Lebensmitteln und eine bewusste Rattenbekämpfung können eine Rattenplage wirksam stoppen, bevor sie sich ausbreitet. Und wenn die Situation außer Kontrolle gerät, ist eine professionelle Rattenbekämpfung einfach der nächste sinnvolle Schritt für deutsche Haushalte und Fachleute.

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