Hunderassen, die im Winter warme Kleidung benötigen

Hunderassen, die im Winter warme Kleidung benötigen
Hund

Obwohl viele Menschen Hundekleidung mit einem modischen Accessoire assoziieren, warnen Experten, dass das Anziehen von Hunden im Winter eine Frage der Gesundheit sein kann. Der Schutz vor Kälte ist besonders wichtig für bestimmte Rassen, Größen und Gesundheitszustände.

„Nicht alle Hunde müssen im Winter Kleidung tragen“, sagt der Tierarzt, der für das Gesundheitsteam in den Geschäften verantwortlich ist. „Die Notwendigkeit hängt von Faktoren wie Rasse, Fell und Umgebung ab“, erklärt er.

Nicht alle Hunde reagieren gleich auf niedrige Temperaturen. Einige Rassen sind an Kälte angepasst und haben ein „natürliches Fell“. Dazu gehören Golden Retriever, Border Collies, Deutsche Schäferhunde, Siberian Huskies und Bernhardiner. In diesen Fällen ist zusätzliche Kleidung nicht erforderlich.

Hunde mit kurzem oder dünnem Fell wie Dackel, Chihuahua, Dobermann und Windhund sowie haarlose Rassen benötigen hingegen zusätzliche Wärme. „Diese Rassen sind nicht an niedrigere Temperaturen angepasst und benötigen Schutz, um ihr Wohlbefinden zu gewährleisten“, erklärt der Experte.

Alter und Größe: entscheidende Faktoren

Die Kälteempfindlichkeit hängt nicht nur vom Fell ab. Auch Alter und Größe spielen eine wichtige Rolle. Welpen und ältere Hunde frieren in der Regel stärker, da ihre Fähigkeit, ihre Körpertemperatur zu regulieren, eingeschränkt ist. Daher helfen ein leichter Pullover oder ein Mantel, Erkältungen und Atemprobleme zu vermeiden.

Auch die Größe des Hundes spielt eine Rolle: Kleine Hunde verlieren schneller Wärme als große. Forscher haben berechnet, dass Temperaturen zwischen 4 °C und –1 °C ein „potenzielles Risiko” für kleine und mittelgroße Hunde darstellen, während große Hunde Temperaturen zwischen 1 °C und –6 °C besser vertragen. Die wirklich gefährlichen Werte liegen weit darunter und übersteigen die in Deutschland üblichen Bedingungen.

So wählen Sie den perfekten Mantel

Hunderassen, die im Winter warme Kleidung benötigen
Hund

Nicht alle Mäntel sind gleichermaßen nützlich. Damit die Kleidung ihre Funktion erfüllt, empfehlen Experten:

  • Warmes und atmungsaktives Material wie Fleece oder leicht isolierende Stoffe.
  • Wasserdichtigkeit, um vor Regen, Nieselregen oder Tau zu schützen.
  • Einfaches Anziehen und Zuverlässigkeit, ohne die Bewegungsfreiheit des Hundes einzuschränken. Es sollte Schlitze zum Befestigen der Leine und zum Verhindern des Entlaufens haben.

„Ein Hund sollte mindestens viermal am Tag Gassi gehen, und dabei sollte er einen Mantel tragen. Deshalb sollte das An- und Ausziehen des Mantels für ihn nicht unangenehm sein“, sagt der Experte. Für aktive Hunde schützen Windjacken vor Kälte und Feuchtigkeit, ohne sie zu überhitzen, während wärmende Jacken in extremen klimatischen Bedingungen nützlich sind. Es gibt auch Schals und Schuhe für empfindliche Bereiche wie Hals und Pfoten.

Hautpflege und Fellpflege

Die Fellpflege wirkt sich direkt auf die Gesundheit der Haut aus. Die Ansammlung von Schmutz, Milben oder Bakterien kann zu Dermatitis, Trockenheit und Hautproblemen führen. Bei Hunden mit langem oder welligem Fell kann das längere Tragen zu Verfilzungen führen und die Belüftung der Haut erschweren, was das Infektionsrisiko erhöht. „Diese Probleme lassen sich vermeiden, indem man Mäntel nur für Spaziergänge verwendet, die nicht länger als eine Stunde dauern“, betont der Experte.

Anzeichen dafür, dass Ihrem Hund kalt ist

Die Beobachtung des Verhaltens Ihres Hundes ist der Schlüssel zur Erkennung von thermischem Unbehagen. Einige Anzeichen sind:

  • Zittern während des Spaziergangs oder im Freien.
  • Langsame Bewegungen oder Steifheit beim Laufen.
  • Trockene Haut, insbesondere um die Nase herum.

Wenn Sie diese Symptome bemerken, sollten Sie Ihrem Hund eine Decke geben, seine Kleidung wärmer machen und seinen Aufenthalt in der Kälte einschränken sowie regelmäßig Ihren Tierarzt konsultieren. „Die Idee hinter der Kleidung ist es, Hunden zu helfen, ihren Spaziergang ruhiger und angenehmer zu gestalten“, schließt der Experte.

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