Ein feuchter Schwamm auf dem Heizkörper kann im Winter für ein besseres Raumklima sorgen – so effektiv ist dieser Trick.

Wenn im Winter die Heizung eingeschaltet wird, verändert sich das Raumklima merklich. Die Luft scheint trockener zu sein, die Räume werden schneller unangenehm, und viele Menschen greifen zu einfachen Tricks, um dem entgegenzuwirken. In diesem Zusammenhang taucht immer häufiger der Ratschlag auf, einen Schwamm auf den Heizkörper zu legen. Was steckt hinter diesem beliebten Trick und wie effektiv ist er wirklich?
Trockene Raumluft ist fast ein fester Bestandteil der Wintersaison. Die kalte Luft von draußen enthält wenig Feuchtigkeit, gelangt in die Räume und wird dann durch die Heizkörper erwärmt. Dies führt zu einer Verringerung der relativen Luftfeuchtigkeit, was sich auf die Haut, die Atemwege und das allgemeine Wohlbefinden in den Räumen auswirken kann. Es ist nicht verwunderlich, dass Menschen nach einfachen Lösungen für dieses Problem suchen. Ist ein Schwamm am Heizkörper eine davon?

Wie funktioniert ein Schwamm am Heizkörper?
Ein feuchter Schwamm am Heizkörper soll die Luftfeuchtigkeit leicht erhöhen. Die Idee dahinter ist, dass das Wasser aus dem Schwamm unter dem Einfluss der Wärme verdunstet und in die Raumluft gelangt. Dadurch fühlt sich die Luft weniger trocken an, was insbesondere in beheizten Räumen als angenehmer empfunden werden kann. Das Prinzip ist einfach und ähnelt anderen bekannten Methoden der passiven Verdunstung.
Befürworter dieses Tricks gehen davon aus, dass feuchtere Luft Wärme besser leitet. Subjektiv kann dies Räume wärmer machen, obwohl die Temperatur unverändert bleibt. Theoretisch könnte man so die Heizung auf eine minimal niedrigere Temperatur einstellen. Es gibt jedoch keine zuverlässigen Beweise dafür, dass mit dem Schwamm spürbare Heizkosteneinsparungen erzielt werden können. Wer wirklich Heizkosten sparen möchte, sollte lernen, wie man den Heizkörper richtig entlüftet, um Geld zu sparen.
Das Problem liegt vor allem in der tatsächlichen Wirkung: Ein Schwamm gibt nur sehr wenig Feuchtigkeit ab. In großen oder gut belüfteten Räumen ist der Effekt kaum spürbar. Experten weisen auch darauf hin, dass Heizkörper nicht mit Gegenständen abgedeckt oder blockiert werden sollten, da dies die Wärmeabgabe beeinträchtigen kann. Trotzdem werden die Menschen weiterhin dazu ermutigt, Dinge wie Regale über dem Heizkörper anzubringen.
Hinzu kommen potenzielle Risiken: Wenn der Schwamm über einen längeren Zeitraum feucht bleibt und nicht regelmäßig gereinigt oder ausgetauscht wird, können sich darin Mikroben entwickeln. Außerdem kann unkontrollierte Feuchtigkeit zur Bildung von Kondenswasser und in ungünstigen Fällen zu Schimmelbildung führen. Daher empfehlen Verbraucherschutzorganisationen eher kontrollierte Methoden wie spezielle Heizungsbefeuchter, Zimmerpflanzen oder elektrische Luftbefeuchter, um ein besseres Raumklima zu schaffen.











