Mit Rucksäcken ausgestattete gambische Riesenratten werden in der Türkei darauf vorbereitet, mit Rettungsteams zusammenzuarbeiten, die nach Überlebenden unter Trümmern suchen, unter anderem nach Erdbeben, berichtete die türkische Zeitung „Hurriyet“.

Das neue Katastrophenschutzprojekt, das in der Mittelmeerprovinz Antalya gestartet wurde, zielt darauf ab, große Ratten einzusetzen, um bei der Suche nach Überlebenden unter Trümmern zu helfen. Die Organisatoren des Projekts „Hero Rats” behaupten, dass es sich um das weltweit erste Unternehmen dieser Art handelt.
Die gambischen Ratten wurden aufgrund ihres hochentwickelten Geruchssinns, ihrer geringen Größe und ihrer Beweglichkeit ausgewählt und können sich schnell durch enge Räume bewegen, die für Rettungskräfte und Suchhunde oft unzugänglich sind, berichtet die türkische Presse.
Jedes Nagetier wird einen leichten Rucksack tragen, der mit einer Kamera und einem GPS-Ortungsgerät ausgestattet ist, sodass Rettungskräfte seine Bewegungen in Echtzeit verfolgen können.
Wenn das Tier Anzeichen von Leben entdeckt, drückt es auf einen kleinen Auslöser, der an einer Glocke befestigt ist, und sendet ein Signal an Computer, um den Standort eines potenziellen Überlebenden anzuzeigen.
Große Gambia-Ratten werden zur Aufspürung von Schmuggelware eingesetzt APOPO-Pressemitteilungen
Sechs große Ratten wurden in Tansania ausgebildet
Sechs große Ratten namens Joe, Karus, Wagner, Billy, Kiria und Daniel wurden in Tansania ausgebildet und anschließend in die Türkei gebracht.
Die in Belgien ansässige gemeinnützige Organisation APOPO, die das Projekt mitorganisiert, verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Ausbildung von Riesenratten für die Arbeit mit Menschen, unter anderem für die Suche nach Minen. Dies ist jedoch der erste Fall, in dem Tiere für den Einsatz in städtischen Such- und Rettungsaktionen ausgebildet wurden.
Die Organisatoren des Projekts betonen, dass die Ratten die Rettungshunde nicht ersetzen, sondern ergänzen sollen.












