
Sie sollten eigentlich gesunde Snacks für den Winter werden, aber es endete wie immer: Die vor einer Woche geöffnete Tüte mit getrockneten Aprikosen ist heute komplett mit weißem Belag bedeckt. Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor? Die gute Nachricht ist, dass Schimmel auf Trockenfrüchten durch richtige Lagerung weitgehend „vertrieben” werden kann. Mit ein paar einfachen Schritten können Sie ihren Geschmack, ihr Aroma und ihren Nährwert sogar für mehrere Monate erhalten. Lesen Sie bis zum Ende, denn fast jeder von uns macht einen der Fehler.
Woher kommt der Schimmel auf getrockneten Früchten?
Getrocknete Früchte enthalten wenig Wasser und viel Zucker, deshalb sind sie so lange haltbar. Das Problem beginnt, wenn sie während der Lagerung wieder Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen. Selbst vollständig getrocknete Früchte können schimmeln, wenn sie in einer warmen Küche, in der Nähe eines dampfenden Topfes oder in einer undichten Verpackung liegen. Glas ist hier ein Verbündeter – an den Wänden des Glases bildet sich schnell Kondenswasser, also Wassertropfen, die ein erstes Anzeichen für Probleme sind.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit – ein Duo, das die Haltbarkeit bestimmt
Experten für die Verarbeitung von Lebensmitteln zu Hause betonen, dass getrocknete Produkte am besten an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort gelagert werden sollten. Der optimale Temperaturbereich liegt zwischen 5 und 20 °C, und die Luftfeuchtigkeit sollte unter 50 % liegen (im Haus ist es gut, wenn sie etwa 40 % nicht überschreitet). Je wärmer es ist, desto schneller verringert sich die Haltbarkeit der Vorräte.
Wie die Temperatur die Haltbarkeit von Trockenfrüchten verkürzt oder verlängert
| Lagertemperatur | Ungefähre Haltbarkeit |
|---|---|
| ca. 16 °C | Bis zu 12 Monate |
| ca. 27 °C | Ca. 6 Monate |
In der Praxis bedeutet dies, dass Trockenfrüchte am besten in einem Vorratsraum, einem Schrank fern von Herd und Wasserkocher oder in einem kühlen Raum gelagert werden sollten. Gut geeignet sind auch kleine Beutel mit Feuchtigkeitsabsorber (z. B. Silikagel), die in einen luftdicht verschlossenen Behälter gelegt werden.
Fünf Regeln für die Lagerung von Trockenfrüchten

- Lassen Sie sie nach dem Kauf nicht in dünnen Plastiktüten – füllen Sie sie in luftdichte Behälter oder Baumwoll-/Leinensäckchen um (insbesondere getrocknete Äpfel und Birnen).
- Lagern Sie jede Sorte separat: Aprikosen, Äpfel, Rosinen, Feigen – jede in einem separaten Glas oder Beutel.
- Lagern Sie sie an einem kühlen (ca. 5–20 °C), dunklen und trockenen Ort mit einer Luftfeuchtigkeit von unter 50 %.
- Weichen Sie die Früchte unmittelbar vor dem Verzehr ein – nicht früher.
- Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Vorräte; werfen Sie schimmelige Exemplare weg und trocknen Sie einfach feuchte Früchte im Backofen bei niedriger Temperatur etwa 30 Minuten lang.
Wenn ich mir meine Vorratskammer anschaue, sehe ich am besten, wie diese wenigen Regeln die Situation verändern. Seit ich mich ernsthafter mit der Lagerung von Trockenfrüchten befasse, sind die Gläser mit Trockenfrüchten keine „unbekannte Größe” mehr. Früher habe ich manchmal ganze Packungen getrockneter Aprikosen weggeworfen, heute kommt Schimmel wirklich selten vor, und ich lege mit großer Gelassenheit große Vorräte für den Winter an.
Welche Verpackungen wirklich funktionieren
Am wenigsten geeignet sind dünne, perforierte Plastiktüten, in denen wir oft Obst kaufen. In solchen Verpackungen nehmen sie leicht Feuchtigkeit und Gerüche aus der Umgebung auf. Viel besser geeignet sind Behälter mit luftdichtem Deckel, Glasbehälter, stabile Plastikboxen oder Keramikgeschirr mit gut schließendem Deckel. Wenn wir die Möglichkeit haben, Vakuumverpackungen zu verwenden, ist das schon eine „Luxusvariante” – minimaler Zugang von Sauerstoff und Feuchtigkeit verlängert die Haltbarkeit erheblich.
Trocken, kühl, dunkel – diese drei Faktoren sind entscheidend, wenn es um die sichere und langfristige Lagerung von Trockenfrüchten geht.
Man sollte auch daran denken, die verschiedenen Sorten zu trennen. Aprikosen oder Pflaumen enthalten in der Regel mehr Feuchtigkeit als kleine Rosinen; wenn sie zusammen gelagert werden, „verderben“ sie schneller und verändern ihren Geschmack und ihre Konsistenz. Separate Gläser sind keine Laune, sondern eine einfache Möglichkeit, Verluste zu reduzieren.
Bestandskontrolle und sicheres „Auffrischen”
Von Zeit zu Zeit lohnt es sich, einfach in die Gläser zu schauen. Wenn Sie einzelne Stücke mit Belag sehen, werfen Sie diese sofort weg – versuchen Sie nicht, sie durch Nach trocknen oder Abschneiden eines Teils zu „retten”.
Einige Schimmelpilze können gesundheitsschädliche Stoffe produzieren, die durch thermische Behandlung nicht immer entfernt werden können. Wenn die Früchte nur leicht feucht sind, aber keine Anzeichen von Verderb aufweisen, können sie im Backofen bei niedriger Temperatur getrocknet und sofort wieder fest verpackt werden.
Einweichen Sie sie nur unmittelbar vor der Verwendung
Einer der häufigsten Fehler ist es, die gesamte Menge direkt nach dem Kauf einzuweichen, „damit sie bereit sind“. Dabei verkürzt die Zugabe von Wasser die Haltbarkeit erheblich. Die Logik ist einfach: Getrocknete Früchte sollten bei der Lagerung trocken sein und nur dann feucht werden, wenn sie sofort in Kompott, Brei oder Kuchen verarbeitet werden. Waschen Sie sie nicht im Voraus – wenn Sie sie dennoch waschen, tun Sie dies unmittelbar vor dem Verzehr oder der Zubereitung.
Abschließend sollte man sich einen Gedanken merken: Gut lagerfähige getrocknete Äpfel, Pflaumen oder getrocknete Aprikosen erfordern keine „Zauberei“, sondern nur ein wenig Systematik. Eine luftdichte Verpackung, ein kühler und trockener Ort sowie separate Gläser für verschiedene Obstsorten können mehr bewirken als die teuersten Zusatzstoffe. Es handelt sich um eine einfache Methode zur Lagerung von Lebensmitteln zu Hause, dank der Ihre Wintervorräte tatsächlich bis zum Frühjahr halten – ohne Schimmel und unangenehme Überraschungen im Schrank.





