In den Daten zur Schneebedeckung der Arktis wurde ein schwerwiegender Fehler entdeckt

In den Daten zur Schneebedeckung der Arktis wurde ein schwerwiegender Fehler entdeckt
Arktis

In den viel zitierten Daten zur Schneebedeckung der Arktis wurde ein schwerwiegender Fehler entdeckt. Wissenschaftler der Universität Toronto haben festgestellt, dass die Daten, die insbesondere vom IPCC verwendet werden, fehlerhaft sind. In den Berichten des IPCC werden insbesondere Informationen der amerikanischen NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) über die Herbstschneebedeckung in der Arktis verwendet. Satellitenbeobachtungen zu diesem Thema werden seit den 1960er Jahren durchgeführt. Viele Wissenschaftler haben seit langem davor gewarnt, dass diese Daten mit Vorsicht zu behandeln sind, da sie nicht mit den auf andere Weise gesammelten Informationen übereinstimmen. Jetzt haben Wissenschaftler aus Toronto gezeigt, wo der Fehler in den NOAA-Daten liegt.

Die Doktorandin Alexandra Elias Chereke, deren Team den Fehler entdeckt hat, erklärt, worin das Problem besteht. „Die Größe der Schneedecke ist wichtig, da sie eine positive Rückkopplung erzeugt. Es geht um die Albedo, also die Fähigkeit, Licht zu reflektieren. Je weniger Schnee, desto geringer die Albedo und desto mehr Energie wird von der Erde absorbiert, was zu einer weiteren Verringerung der Schneedecke führt. Dies ist ein wichtiger Faktor für die arktische Verstärkung, also das Phänomen, dass sich die Arktis im Vergleich zum Rest der Erde schneller erwärmt“, sagt die junge Wissenschaftlerin.

In den Daten zur Schneebedeckung der Arktis wurde ein schwerwiegender Fehler entdeckt
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Daten der NOAA zeigen seit langem, dass die Schneedecke in der Arktis mit einer Geschwindigkeit von etwa 1,5 Millionen Quadratkilometern pro Jahrzehnt zunimmt. Diese Daten stimmen jedoch nicht mit den Beobachtungen überein, die mit anderen Methoden durchgeführt wurden. Jetzt haben kanadische Wissenschaftler nachgewiesen, dass die Schneedecke in der Arktis tatsächlich um 0,5 Millionen km pro Jahrzehnt abnimmt und nicht zunimmt. Der Fehler in den NOAA-Daten hängt mit der Verbesserung der Satelliten und der Datenerfassungsmethoden zusammen. Modernere, fortschrittlichere Geräte sind in der Lage, immer dünnere Schneedecken zu registrieren, die von früheren Gerätegenerationen nicht wahrgenommen wurden. Daher entsteht der Eindruck, dass die Schneedecke zunimmt.

„Die auf Satelliten installierten Instrumente werden immer besser. Aus ihrer Sicht scheint es, als würde es immer mehr Schnee geben, aber das liegt ausschließlich daran, dass die Satelliten „bessere Brillen” haben. Deshalb stellen sie fest, dass es immer mehr Schnee gibt. Aber das ist nicht wahr”, sagt der Wissenschaftler.

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