
Es gibt Hunde, die man ansieht und denkt: „Wie schön!“ Und erst später wird einem klar, dass diese Schönheit kein Geschenk ist, sondern harte Arbeit. Langhaarige Hunderassen können den Alltag zu einem Leben unter dem Diktat von Bürste, Föhn und Terminkalender beim Hundefriseur machen. Wenn Sie verstehen möchten, worauf Sie sich wirklich einlassen, lesen Sie weiter.
Nicht nur ein Hund, sondern ein Lebensstil
Bei solchen Hunden wird schnell klar, dass die Pflege des Fells keine Kleinigkeit ist, sondern eine Lebenseinstellung. Entweder Sie mögen diese Routine oder Sie leben mit dem Gefühl, beim Bürsten ständig im Rückstand zu sein. Und ja, auch Ihr Geldbeutel spürt den Unterschied, denn Kosmetika, Ausrüstung und Hundefriseur sind ein ständiger Posten in Ihrem Budget.
- Zeit: Sogar mehrere Stunden pro Woche für das Kämmen, Baden und Trocknen.
- Geld: Gute Kosmetikprodukte, Ausrüstung und regelmäßige Pflege durch einen Spezialisten.
- Charakter des Hundes: Nicht jeder mag es, auf dem Tisch zu stehen und sich stundenlang anfassen zu lassen.
Aus meiner Sicht habe ich erst mit meinem zweiten Hund mit anspruchsvollem Fell verstanden, dass ich nicht nur eine Rasse kaufe, sondern auch einen bestimmten Tagesrhythmus. Und dass selbst der schönste Hund ohne diese Routine sowohl den Menschen als auch sich selbst nervt.
Supermodels auf vier Pfoten: Afghanischer Windhund und Samojede
Der Afghanische Windhund sieht aus wie ein Model auf dem Laufsteg – sein langes, seidiges Fell macht Eindruck. Für Ausstellungsfell wird empfohlen, den Hund etwa zweimal pro Woche zu baden, dabei Conditioner zu verwenden und ihn gründlich zu trocknen. Das Fell darf nicht gekämmt werden, wenn es trocken oder schmutzig ist, da es leicht beschädigt und verfilzt werden kann. In der Praxis bedeutet dies stundenlange Sitzungen mit dem Föhn und einem Hund, der überhaupt nicht stillstehen will.
Der Samojede ist eine lächelnde weiße Wolke mit dichtem Doppelhaar. Um es in Ordnung zu halten, muss es normalerweise 3-4 Mal pro Woche gekämmt werden, während der intensiven Haarwechselphase sogar noch öfter. Bei vielen Menschen dauert dies fast 30-40 Minuten täglich. Das Baden erfolgt in der Regel alle 4-6 Wochen, da zu häufiges Waschen den natürlichen Schutz des Fells schwächt.
Flauschige, wollige Hunde: Bobtail und Puli

Old English Sheepdog (Bobtail) hat ein so dichtes, mehrschichtiges Fell, dass laut Empfehlungen etwa 3–4 Stunden Pflege pro Woche erforderlich sind, um eine beeindruckende Länge zu erreichen. Das bedeutet, Schicht für Schicht zu kämmen, Verfilzungen zu suchen und mit Conditionern zu arbeiten. In der Praxis teilen die meisten von uns dies in kürzere Sitzungen fast jeden Tag auf – sonst verwandelt sich das Fell in einen einzigen großen Filzball. Der
Puli sieht mit seinem strähnigen Fell wie ein wandelnder Mopp aus, aber hinter diesem Stil steckt viel Arbeit.
Nach dem Baden kann das vollständige Trocknen mehrere Stunden dauern, bei dichten Strängen sogar noch länger. Das Fell muss vollständig trocken sein, da verbleibende Feuchtigkeit das Auftreten von Schimmel im Inneren der Stränge begünstigt. Außerdem müssen die Stränge regelmäßig gekämmt und Zweige oder Blätter entfernt werden.
Jeder, der schon einmal bis spät in die Nacht Pulis getrocknet hat, weiß, dass es hier keine Abkürzungen gibt – entweder Geduld oder Probleme mit dem Fell.
Wie viel Zeit kann das Kämmen in Anspruch nehmen?
| Rasse | Pflegeaufwand |
|---|---|
| Afghanischer Windhund | Baden und vollständige Pflege etwa 2 Mal pro Woche |
| Samojede | 3–4 Mal pro Woche kämmen, alle 4–6 Wochen baden |
| Bobtail | Etwa 3–4 Stunden pro Woche Fellpflege |
| Puli | Langes Trocknen nach dem Baden, regelmäßiges Kämmen |
Weiße Wolken und Stars der Salons: Bichon Frisé und Shih Tzu
- Bichon Frisé: Es wird oft empfohlen, ihn sogar täglich (mindestens mehrmals pro Woche) zu bürsten und sein Fell regelmäßig alle 4–6 Wochen zu pflegen. Außerdem sollte der Bereich um die Augen täglich gepflegt werden, um Flecken auf dem weißen Fell zu vermeiden.
- Shih Tzu: Bei langem Doppelfell ist tägliches Bürsten erforderlich. Der beliebte „Puppy Clip” erleichtert das Leben, erfordert aber dennoch alle 4 bis 6 Wochen einen Besuch beim Hundefriseur und etwa alle 3 bis 4 Wochen ein Bad.
Ich muss zugeben, dass ich nur lächeln musste, als ich zum ersten Mal hörte, wie viel Arbeit so ein kleiner weißer „Teddybär” macht. Im Ernst, bei diesen Hunden bekommt das Wort „Fellpflege“ eine ganz neue Bedeutung – aber jedes Mal, wenn ich das Ergebnis nach dem Friseurbesuch sehe, verstehe ich, warum die Leute ohne zu zögern damit einverstanden sind.
Charakter mit Fell: Chow-Chow und American Cocker Spaniel
Der
Chow-Chow sieht aus wie ein Plüschbär, aber in ihm steckt ein kleiner Herrscher. Das dichte, üppige Fell verliert sehr schnell Haare, wenn es nicht regelmäßig gebürstet und die Unterwolle kontrolliert wird. Eine zusätzliche „Abwechslung” besteht darin, dass dieser Hund selbst entscheidet, wann er Lust auf die Pflege hat – oft wählt er einen Lieblingsbetreuer aus und betrachtet die anderen als technisches Personal.
Der Amerikanische Cocker Spaniel begeistert mit seinen langen Ohren und seinem weichen, welligen Fell. Allerdings bekommen wir dazu Ohren, die selbst beim normalen Fressen schmutzig werden, Fell, das zu Verfilzungen neigt, und die Notwendigkeit, ihn ständig zu scheren. Kämmen und Scheren werden zu einem festen Bestandteil der Woche, aber dafür ist der Cocker Spaniel in der Regel ein Vulkan der Freude und Zärtlichkeit.
Letztendlich komme ich zu dem Schluss, dass all diese langhaarigen Rassen eines gemeinsam haben: Ihre Pflege ist nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine Möglichkeit, eine Beziehung aufzubauen. Langes Bürsten, Hundepflege zu Hause, gemeinsames Trocknen – das sind Momente des Vertrauens und der Nähe. Das Fell ist nicht mehr nur ein Problem, sondern wird Teil der Geschichte, die wir gemeinsam mit unserem Hund schreiben.











