Mit einsetzender Kälte beginnen Stadt- und Landmäuse eine groß angelegte Umsiedlung. Ihr Ziel ist nicht der Schuppen oder Keller, sondern warme menschliche Behausungen. Dort, wo es Plusgrade und Nahrung gibt, kann man jeden Winter überstehen. Wenn man weiß, nach welchen Prinzipien Nagetiere sich ihre „Winterwohnung” aussuchen, kann man im Voraus einen zuverlässigen Schutz schaffen und unangenehme Nachbarn vermeiden.

Was macht Ihr Haus zu einem Maus-Resort?
Mäuse suchen nicht nur einen Unterschlupf, sondern einen Ort, der drei wichtige Anforderungen erfüllt.
- Eine Wärmequelle. Die Tiere spüren selbst kleinste warme Luftströme sehr gut. Selbst ein winziger Spalt im Fundament, ein Loch um ein in das Haus führendes Rohr oder eine nicht dicht schließende Fußleiste sind für sie wie eine offene Tür mit dem Schild „Willkommen”. Sie können durch eine Öffnung von der Größe einer Münze kriechen.
- Ständiger Zugang zu Nahrung. Im Winter gibt es in der Natur keine Nahrung, daher sucht die Maus einen Ort mit garantierter „Verpflegung”. Ein offener Sack mit Getreide, Gemüse auf dem Balkon, eine Schüssel mit Katzenfutter auf dem Boden und vor allem ein Mülleimer ohne Deckel – all das sieht für sie wie ein kostenloses und reichhaltiges Buffet aus. Das Vorhandensein von Nahrung zieht nicht nur eine Maus an, sondern eine ganze Kolonie.
- Abgeschiedenheit und Sicherheit. Nagetiere lieben ruhige, vollgestopfte, selten besuchte Ecken. Der Raum hinter Schränken, ein Abstellraum mit Gerümpel, der Bereich unter der Badewanne oder der Spanndecke sind ideale Wohnungen zum Leben und Fortpflanzen.
Verteidigungsplan: Wie man sein Haus zu einer uneinnehmbaren Festung macht
Am effektivsten bekämpft man Mäuse, indem man ihnen zuvorkommt und Bedingungen schafft, unter denen sie sich unwohl fühlen und hungern müssen.
Schritt 1: Verschließen Sie alle Ein- und Ausgänge.
Untersuchen Sie Ihr Haus gründlich, insbesondere den Keller, die Küche und die Nebenräume. Achten Sie besonders auf die Stellen, an denen Versorgungsleitungen eingeführt werden, auf Ecken und Fußleisten. Jede noch so kleine Lücke muss abgedichtet werden. Dazu eignen sich Montageschaum, Silikondichtstoff und für zusätzliche Sicherheit Zementmörtel, gemischt mit Glasscherben (Mäuse nagen solche Barrieren nicht durch).
Schritt 2: Entfernen Sie das gesamte „Buffet”.
Dies ist die wirksamste Methode. Füllen Sie alle Getreideprodukte, Nudeln, Zucker und Mehl aus den Verpackungen in Glasbehälter mit dichten Deckeln oder in stabile Kunststoffbehälter um. Bewahren Sie Gemüse in geschlossenen Kisten oder im Kühlschrank auf. Lassen Sie kein Futter für Haustiere über Nacht stehen und waschen Sie deren Näpfe gründlich. Achten Sie darauf, dass der Mülleimer immer mit einem Deckel verschlossen ist. Putzen Sie regelmäßig und kehren Sie Krümel unter dem Kühlschrank und dem Herd weg.
Schritt 3: Schaffen Sie Unbehagen mit Gerüchen.
Mäuse haben einen sehr empfindlichen Geruchssinn und vertragen bestimmte Gerüche nicht. Legen Sie in potenziell gefährdeten Bereichen (an Fußleisten, im Vorratsraum) Wattepads aus, die mit Pfefferminz- oder Eukalyptusöl getränkt sind. Auch trockene Bündel aus Wermut, Rainfarn oder Lorbeerblättern sind geeignet. In unbewohnten Räumen (Garage, Keller) können Sie einen offenen Behälter mit Essig aufstellen – dessen scharfer Geruch hält Nagetiere gut fern.
Was tun, wenn die Mäuse schon drin sind?
Wenn Sie angefressene Verpackungen entdecken oder nachts Geräusche hören, handeln Sie schnell.
- Führen Sie zunächst eine gründliche Reinigung mit Desinfektion durch, um Gerüche zu beseitigen, die neue Nagetiere anlocken.
- Stellen Sie mechanische Fallen entlang der Wände auf (Mäuse bewegen sich ausschließlich entlang der Fußleisten). Verwenden Sie als Köder keinen Käse, sondern ein Stück Brot mit einem Tropfen unraffiniertem Sonnenblumenöl oder ein wenig Sesamkörnern.
- Der Einsatz von Gift ist ein letztes Mittel. Eine vergiftete Maus kann in der Wand oder unter dem Boden sterben, was neue Probleme verursacht. In schwierigen Fällen ist es besser, sofort einen professionellen Schädlingsbekämpfungsdienst zu rufen.
Zuverlässiger Schutz basiert nicht auf Bekämpfung, sondern auf Vorbeugung. Ein Haus ohne Ritzen, Unordnung und offen gelagerte Lebensmittel wird einfach nicht auf die Liste der potenziellen Ziele für Nagetiere kommen. Wenn Sie einmal in Prävention investieren, können Sie den Winter ohne Geräusche und unangenehme Überraschungen genießen.












