Einfaches Bügeln: 9 Tipps von Großmüttern, die Ihnen das Leben erleichtern!

Einfaches Bügeln: 9 Tipps von Großmüttern, die Ihnen das Leben erleichtern!

Bügeln ist zeitaufwändig, erfordert Ausdauer und ist letztendlich etwas anstrengend. Frühere Generationen schienen jedoch mit der Wäsche mit fast verblüffender Leichtigkeit fertig zu werden. Die Stapel perfekt gebügelter Bettlaken, die zart nach Lavendel dufteten und ordentlich in den Schränken verstaut waren, von denen eine frische Brise wehte, bleiben uns bis heute in Erinnerung und wecken angenehme Nostalgie … und, wie man zugeben muss, auch ein wenig Neid. Um diese Kunst wieder zu erlernen, gibt es nichts Wertvolleres, als zu den alten Tricks zurückzukehren, die in einer Zeit entwickelt wurden, als Wäsche noch ohne komplizierte Bügeleisen und moderne Dampfbügeleisen makellos wurde.

  1. Befeuchtung, das Geheimnis der FaserverweichungZerknitterte Stoffe lassen sich besser glätten, wenn sie leicht befeuchtet werden. Ein einfacher Zerstäuber mit klarem Wasser, der aus einiger Entfernung versprüht wird, verwandelt trockene Fasern in weiche, die unter der Bügelsohle gleiten, während zu trockener Stoff Widerstand leistet und Falten zurückhält. Diese Methode ist besonders bei Leinen, dichtem Baumwollstoff oder Hemden, die lange im Wäschekorb gelegen haben, sehr effektiv. Auch ein feuchtes Tuch ist ein wertvoller Helfer: Ein sauberes, feuchtes Tuch zwischen Stoff und Bügeleisen sorgt für ein saubereres Ergebnis, ohne den Stoffen Glanz zu verleihen.
  2. Wäsche, die noch warm aus dem Trockner genommen wirdEs wird empfohlen, die Wäsche aus dem Trockner zu nehmen, bevor sie vollständig getrocknet ist. Auf diese Weise lassen sich Bettlaken, Tischdecken oder Blusen ohne Widerstand mit dem Bügeleisen glätten. Diese Methode verhindert auch das Verdichten der Stoffe, das bei zu intensiver Endtrocknung auftritt. Die Wäsche verliert ihre Steifheit, die dazu führt, dass man stark auf den Stoff drücken muss. Sanfte Wärme und teilweises Trocknen sind die ideale Kombination.
  3. Weißer Essig zum Weichmachen der FasernWeißer Essig macht die Wäsche beim Bügeln geschmeidiger. Beim Spülen hilft der in das Weichspülerfach gegebene Essig den Fasern, eine weichere Textur wiederherzustellen. Der Stoff haftet weniger an der Bügelsohle und erfordert weniger wiederholte Bügelvorgänge. Dies ist auf die Fähigkeit des Essigs zurückzuführen, Waschmittelrückstände zu entfernen, die bestimmte Bereiche, insbesondere bei Baumwolle, hart machen. Nach der Entfernung dieser Rückstände lässt sich der Stoff leichter mit Wärme behandeln. Nach dem vollständigen Trocknen bleibt kein Geruch zurück und die Weiße wird strahlender.
  4. Haushaltsstärke für perfekte StoffeFrüher war das Stärken Teil eines Rituals. Ein paar Löffel Maisstärke, in heißem Wasser aufgelöst, reichen aus, um Kleidung wieder in Form und sauber zu bringen. Das Aufsprühen auf Hemden, Kragen oder Kleidungsstücke aus dichtem Baumwollstoff sorgt für ein makelloses Ergebnis mit schnellem Bügeln. Darüber hinaus schützt Stärke die Fasern vor Abnutzung durch wiederholte Reibung mit dem Bügeleisen. Auf diese Weise behandelte Stoffe behalten länger ihr gepflegtes Aussehen, selbst nach wiederholtem Waschen.
  5. Wäsche zusammenrollen statt faltenEin alter, überraschend wirksamer Trick besteht darin, frisch gewaschene Wäsche für 20 Minuten in ein Frotteetuch zu wickeln. Diese Methode sorgt für eine gleichmäßige Feuchtigkeit, ohne die Fasern aufzuweichen. Das Handtuch saugt überschüssiges Wasser auf und der Stoff wird so weich, dass er sich leicht bügeln lässt. Durch sorgfältiges Ausführen dieses vorbereitenden Schrittes werden viele Falten beseitigt, noch bevor das Bügeleisen zum Einsatz kommt. Tischdecken, Blusen, leichte Kleider oder empfindliche Stoffe lassen sich viel leichter bügeln.
  6. Ein perfekt sauberes Bügeleisen für perfektes GleitenDas Gleiten des Bügeleisens hängt sowohl von seiner Temperatur als auch vom Zustand der Bügelsohle ab. Unsere Großmütter pflegten ihre Geräte mit erstaunlicher Einfachheit: Natriumbikarbonat zum Auflösen dunkler Flecken, Essig zum Entfernen von Rückständen, ein weiches Tuch zum Polieren der Oberfläche. Eine makellos glatte Sohle verhindert Verhakungen, hinterlässt keine glänzenden Spuren auf empfindlichen Stoffen und reduziert den Kraftaufwand. Eine saubere Sohle schützt die Kleidung auch vor möglichen braunen Flecken.
  7. Vertikales Bügeln für empfindliche StoffeEinige Kleidungsstücke lassen sich besser bügeln, ohne dass sie direkt mit dem Bügeleisen in Kontakt kommen. Hängen Sie die Kleidung auf einen Kleiderbügel und halten Sie die Dampfbügeleisensohle daran, um empfindliche Fasern zu glätten, ohne sie zu zerdrücken. Dieses vertikale Bügeln eignet sich besonders für Tüll, Plisseeröcke, Musselin, leichte Seide, Anzüge und andere festliche Kleidung, deren Struktur intakt bleiben muss. Der Dampf glättet die Falten, und das Gewicht des Stoffes reicht aus, um die Falten zu glätten. Diese Methode liefert ein natürliches Ergebnis, ohne dass die Gefahr besteht, dass der Stoff verrutscht oder sich verformt. Dieses Geheimnis ist sehr wertvoll, um die Lebensdauer empfindlicher Materialien zu verlängern.
  8. Die richtige Temperatur wählen, um Falten zu vermeiden Es gibt eine Grundregel, nach der jede Faser ihre ideale Temperatur hat. Ein zu heißes Bügeleisen zerdrückt den Stoff und kann eine hartnäckige Falte endgültig fixieren; ein zu warmes Bügeleisen erfordert mehrmaliges Bügeln, was die Faser (und die Bügelnde!) abnutzt. Also:
  • Wolle erfordert milde Wärme und viel Dampf,
  • Baumwolle verträgt höhere Temperaturen,
  • Leinen erfordert erhöhte Feuchtigkeit,
  • Lycra wird nicht gebügelt.
  • Die Einhaltung dieser Grundprinzipien ermöglicht es, Kleidung lange zu erhalten.
  1. Trocknen in glattem Zustand, um Knitterfalten zu vermeiden
  2. Es ist wichtig, bestimmte Kleidungsstücke in glattem Zustand und nicht auf einem Bügel zu trocknen. So stabilisiert sich der Stoff und es bleiben keine Spuren von Wäscheklammern und Falten auf den Schultern zurück. Diese Methode eignet sich für dünne Pullover, Kaschmir, leichte T-Shirts und elastische Materialien. Nach dem Trocknen muss die Kleidung nur minimal nachbearbeitet werden und muss manchmal gar nicht gebügelt werden. Durch diese Vorgehensweise bleibt die Form des Stoffes erhalten und es entstehen keine Falten, die entstehen, wenn noch feuchter Stoff auf einen Kleiderbügel gehängt wird.

Dank dieser Tipps ist Bügeln keine lästige Pflicht mehr, sondern wird zu einer Kunst, die jedem zugänglich ist und diese Arbeit zu einem echten Vergnügen macht. Sie verleihen dem alltäglichen Ritual, das allzu oft Angst auslöst, Effizienz und Gelassenheit.

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