Orchideen in Töpfen: Dieses Gießwasser mit zwei Zutaten aus der Küche lässt die Blüte wieder aufleben, die als „prächtige“ gilt

Orchideen in Töpfen: Dieses Gießwasser mit zwei Zutaten aus der Küche lässt die Blüte wieder aufleben, die als „prächtige“ gilt
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Eine Phalaenopsis-Orchidee, bedeckt mit Blüten, und nach ein paar Wochen ein trockener Stiel und weiche Blätter auf der Fensterbank: Dieses Szenario ist vielen Zimmergärtnern bekannt. Oft wird die Pflanze selbst dafür verantwortlich gemacht, obwohl es in Wirklichkeit am Wasser liegt, mit dem sie gegossen wird, und an dem, was dem Wasser hinzugefügt wird.

Enthusiasten haben festgestellt: Bei richtiger Bewässerung reichen manchmal zwei Zutaten aus dem Küchenschrank aus, um eine beeindruckende Blüte wiederherzustellen. Eine einfache Routine, sichere Handgriffe und angereichertes Wasser, das Impulse gibt, ohne die Wurzeln zu schädigen. Und alles hängt vom Gießwasser ab.

Wann die Bewässerung die Orchidee daran hindert, wieder zu blühen

Für den Fachmann ist die erste Regel, die es zu befolgen gilt, offensichtlich: „Gießen Sie eine Orchidee niemals, niemals, niemals jeden Tag.“ In einem Raum mit moderater Temperatur wird empfohlen, etwa einmal pro Woche zu gießen und den Substrat immer etwas trocknen zu lassen. Während der Blüte verbraucht die Pflanze mehr Wasser, und zwischen den Bewässerungen sollte ein Abstand von 7 bis 10 Tagen eingehalten werden; in der Ruhephase kann der Abstand auf 15 Tage verlängert werden, in kühlen oder feuchten Räumen sogar auf bis zu 3 Wochen. Der Experte erinnert daran, dass „Orchideen für ihre zarte und elegante Schönheit bekannt sind, aber auch in Bezug auf die Blüte sehr launisch sein können“. In den meisten Fällen hängt das Ausbleiben der Blüte mit drei häufigen Fehlern zusammen.

Auch das Substrat spielt eine wichtige Rolle. Der Experte empfiehlt eine sehr einfache Methode für Torfmoos, das Feuchtigkeit gut speichert: „Stecken Sie einfach Ihren Finger in das Moos. Wenn es feucht ist, warten Sie ein paar Tage und versuchen Sie es erneut.“ Die Oberfläche trocknet schnell aus, während der Kern länger feucht bleibt. Zu warme Luft beschleunigt das Austrocknen noch zusätzlich: Es wird eine etwas kühlere Umgebung empfohlen, etwa 18–19 °C, statt konstant 25 °C.

Zwei Zutaten im Wasser für eine „prächtige“ Blüte

Orchideen in Töpfen: Dieses Gießwasser mit zwei Zutaten aus der Küche lässt die Blüte wieder aufleben, die als „prächtige“ gilt
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Gerade unter diesen bereits gesunden Bedingungen kommt der berühmte Trick beim Gießen von Orchideen besonders zum Tragen. „Seit einigen Monaten gieße ich meine Orchidee mit Bananentee und Reiswasser und erhalte endlich die prächtige Blüte, von der ich geträumt habe.“ Bananentee, der durch Einweichen frischer Schalen in Wasser für mindestens 48 Stunden gewonnen wird, enthält Kalium, Phosphor und Kalzium. Dieser Aufguss wird dann vor dem Gießen verdünnt und nicht jedes Mal, sondern nur von Zeit zu Zeit hinzugefügt. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Schalen mehrere Tage lang zu trocknen, sie zu Pulver zu zermahlen und dann leicht auf die Rinde zu streuen oder beim Umpflanzen mit dem Substrat zu mischen.

Reiswasser spielt eine ähnliche Rolle. Es ist reich an Stickstoff, Phosphor, Kalium und Stärke und eignet sich daher sehr gut als natürlicher Hausdünger. Es reicht aus, beliebigen Reis 30 Minuten lang einweichen, abseihen und dann dieses Wasser eine Woche lang in einem vor Sonnenlicht geschützten Gefäß mit lockerem Deckel oder einem Tuch zum Atmen lassen. Vor dem Gießen wird es zu gleichen Teilen mit klarem Wasser verdünnt und dann auf die Wurzeln aufgetragen. Dieses Präparat wirkt auch als starkes Insektenbekämpfungsmittel für Zimmerpflanzen, was im Winter sehr nützlich ist, um Schädlinge fernzuhalten.

Wenden Sie diesen Tipp richtig an, ohne die Orchidee zu übergießen

Diese beiden hausgemachten „Kräutertees” ersetzen nicht die grundlegenden Pflegerichtlinien. Experten empfehlen, den Plastiktopf aus dem Übertopf zu nehmen, ihn einige Minuten lang in Wasser zu tauchen oder unter leichtem Wasserdruck abzuspülen und dann vollständig abtropfen zu lassen. „Sobald kein Wasser mehr tropft, stellen Sie den Plastiktopf wieder in den Übertopf.“ Wie der Experte betont, „sind Orchideen Luftpflanzen, das Wasser darf nicht stehen bleiben“. Eine weitere Warnung, die der Gärtner wiederholt: „Es ist wichtig, Wasser mit Raumtemperatur zu verwenden und den Trick mit den Eiswürfeln zu vermeiden, bei dem man statt zu gießen einen Eiswürfel auf das Substrat legt, da man damit diesen tropischen Pflanzen Schaden zufügt.“ Der Experte stimmt zu: „Das Letzte, was eine tropische Pflanze braucht, ist etwas Kaltes auf ihren Blättern oder Wurzeln.“

In der Praxis sollten Bananentee und Reiswasser in Maßen verwendet werden, abwechselnd mit der Bewässerung mit klarem Wasser, und das Substrat sollte zwischen zwei Bewässerungen immer trocknen. Reichlich natürliches Licht an einem nach Osten oder Süden ausgerichteten Fenster, gefiltert durch einen Vorhang, und ein kleiner nächtlicher Temperaturschock von etwa 5 °C über mehrere Wochen runden die Winterroutine ab. Ein durchsichtiger Topf, hellgrüne Wurzeln, die signalisieren, dass man warten muss, silbergraue, die anzeigen, dass es Zeit zum Gießen ist: Diese visuellen Anhaltspunkte helfen dabei, die Nährstoffe zu dosieren und die Orchidee zu neuen Blütenstielen zu führen.

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