
Der Experte hat einen Hund, der Wörter nicht besonders gut lernt, aber immer auf das Wort „Belohnung“ reagiert. Der schottische Schäferhund scheint eine besondere Begabung für Wörter zu haben. Diese 7-jährige Border Collie-Hündin kennt die Namen von mindestens 150 Plüschtieren – darunter „Frosch”, „Buntstiftbox” und „Pop-Tart” – und kann sie auf Befehl suchen und apportieren.
Das Lernen von Namen ist eine Begabung vieler Hunde
Der Hund hat seinen Wortschatz dank der Bemühungen einer seiner Besitzerinnen aufgebaut. Sie begann, ihm Sprache beizubringen, als der Hund noch ein Welpe war. „Ich habe mit ihr gespielt, ihr den Namen des Plüschtiers gesagt und ihn viele Male wiederholt“, erklärt die Expertin. Sie begann mit 10 Plüschtieren und fügte weitere hinzu, als der Hund gut damit zurechtkam.
„Es schien keine Grenzen zu geben“, sagt die Expertin. Im Rahmen einer neuen Studie hat ein Forscherteam nun herausgefunden, dass Hunde mit einer ausgeprägten Fähigkeit, sich Wörter zu merken, über eine Fähigkeit verfügen, die sie funktional mit 18 Monate alten Kindern gleichsetzt: Sie können sich die Namen neuer Spielzeuge nicht nur durch direkte Anweisungen merken, sondern auch, indem sie den Gesprächen ihrer Besitzer zuhören.
Ein derart komplexes Erlernen von Wörtern kommt bei Hunden offenbar selten vor, und das Erkennen der Namen bestimmter Gegenstände ist bei weitem nicht gleichbedeutend mit dem Erlernen der gesamten Sprache. Die Ergebnisse der Studie bestätigen jedoch, dass die kognitiven und sozialen Fähigkeiten, die bestimmten Arten des Sprachunterrichts zugrunde liegen, nicht auf Menschen beschränkt sind, und unterstreichen die Fähigkeit von Hunden, menschliche Signale zu interpretieren.
Zehn Hunde mit einer „Begabung” zum Erlernen von Wörtern

In einer neuen Studie bewerteten Experten 10 Hunde, die als „begabte Wortschüler” identifiziert wurden. Ausgewählt wurden sieben Border Collies, ein Labrador Retriever, ein Mini-Australian Shepherd und ein Mischling aus Australian Shepherd und Australian Shepherd.
Sie baten jeden Besitzer dieser Hunde, einem Familienmitglied ein neues Plüschtier zu schenken, während der Hund dabei zusah. Die Teilnehmer reichten sich das Spielzeug gegenseitig weiter und verwendeten dabei dessen Namen in einer Reihe einfacher Sätze. Während dieser kurzen Gespräche sprach keiner von ihnen den Hund an und sah ihn auch nicht an.
In mehreren kurzen Sitzungen, die über mehrere Tage verteilt waren, wurden jedem Hund auf diese Weise zwei neue Plüschtiere vorgestellt. Einige Tage später testeten die Besitzer das Wissen ihrer Haustiere, indem sie die neuen Spielzeuge und neun andere bekannte Plüschtiere in einem Raum versteckten, der für die Hunde nicht einsehbar war. Dann baten sie die Hunde, verschiedene Spielzeuge anhand ihrer Namen zu holen.
Im Durchschnitt brachten die Hunde in etwa 80 % der Fälle die neuen Spielzeuge. In der Einzelwertung zeigten sieben von zehn Hunden Ergebnisse, die deutlich über den Erwartungen lagen. Die Kontrollgruppe der Hunde konnte sich die Namen, die sie zufällig gehört hatten, nicht merken.
Ist das Merken von Namen vielleicht eine seltene Begabung?
Es ist jedoch noch unklar, welche Indikatoren Hunde zum Merken neuer Namen verwenden, und die Wissenschaft hat noch viel Arbeit vor sich, um zu verstehen, was diese begabten Schüler von anderen unterscheidet. Die Studie zeigte, dass Hunde, die lernen, Bezeichnungen zu erkennen, mehr Interesse und Konzentration für neue Objekte sowie eine größere Selbstbeherrschung zeigen. Es ist jedoch unklar, was zuerst kommt: Hilft das Training dabei, sich die Namen von Spielzeugen zu merken, oder ist es umgekehrt?
Es gibt einen wichtigen negativen Faktor: Das Merken von Namen scheint in der Welt der Hunde eine so seltene Begabung zu sein, dass der wissenschaftlichen Gemeinschaft nicht viele Objekte zur Untersuchung zur Verfügung stehen.











