Wann Katzen zu frieren beginnen: Experten nennen die optimale Temperatur für Haustiere

Wann Katzen zu frieren beginnen: Experten nennen die optimale Temperatur für Haustiere
Katzen

Im Winter schauen viele von uns in Deutschland auf die auf der Heizung schlafende Katze und denken: „Die hat es aber gut.“ Doch auch unsere pelzigen Freunde haben ihre Grenzen, wenn es um Kälte geht. Zu wissen, bei welcher Temperatur eine Katze zu frieren beginnt, hilft, unangenehme Situationen zu vermeiden – von gewöhnlichem Unbehagen bis hin zu schwerer Unterkühlung. Genau um diese Grenzen, Warnsignale und einfache Lösungen für zu Hause geht es in diesem Artikel.

Welche Temperatur ist für eine Katze wirklich angenehm?

Die innere, also die Rektaltemperatur einer Katze liegt bei den meisten gesunden Tieren in Deutschland normalerweise im Bereich von 38,1 bis 39,2 °C. Interessant ist eine Studie mit 200 erwachsenen Katzen, die einen etwas größeren Bereich ergab – etwa 36,7 bis 38,9 °C. Dank dieses „inneren Heizkörpers” kann eine Katze unterschiedliche Umgebungsbedingungen gut vertragen.

Zu Hause fühlen sich unsere pelzigen Freunde meist bei einer Temperatur von etwa 20–25 °C am wohlsten. In diesem Bereich ruhen sie sich entspannt aus, spielen und müssen keine zusätzliche Energie zum Aufwärmen ihres Körpers aufwenden. Wenn es in der Wohnung merklich kälter wird, suchen Katzen instinktiv nach wärmeren Plätzen – einer Decke, einem Sessel, einem Platz am Heizkörper.

Wenn es kalt wird: von leichtem Unbehagen bis zu echter Gefahr

Draußen sind die Grenzen viel klarer. Bei Temperaturen um 10–15 °C fühlen sich die meisten Katzen recht wohl, wenn es trocken ist und kein starker Wind weht. Je näher die Temperatur an 7 °C und darunter liegt, desto mehr werden die Bedingungen für die Katze einfach „zu kalt”, insbesondere bei längerem Aufenthalt an einem Ort.

Temperaturen um 0 °C und darunter stellen bereits ein Risiko für ernsthafte Unterkühlung und Erfrierungen bei längerem Aufenthalt im Freien dar, unabhängig von der Rasse. Tierschutzorganisationen betonen, dass Katzen in diesem Fall einer Reihe von Problemen ausgesetzt sind, die mit der Kälte zusammenhängen – von schmerzhaften Pfoten bis hin zu einer allgemeinen starken Schwächung des gesamten Körpers.

Einfacher Überblick über Temperaturen und das Wohlbefinden von Katzen

Umgebungstemperatur Typische Reaktion der Katze
ca. 20–25 °C Wohlbefinden, Spielen, ruhiger Schlaf ohne Suche nach zusätzlicher Wärme
ca. 10–15 °C leichte Kühle, die Katze sucht wärmere Orte auf, verkürzt den Aufenthalt im Freien
ca. 0–7 °C definitiv kalt, Risiko einer Unterkühlung bei längerem Aufenthalt im Freien steigt
unter 0 °C sehr ungünstige Bedingungen, Möglichkeit von Erfrierungen und starker Unterkühlung

Wenn man sich diese Zahlen ansieht, versteht man leicht, warum eine Katze, die im Herbst noch ruhig im Berliner Hof herumspazierte, im Winter plötzlich das Sofa und die Decke bevorzugt. Das ist einfach eine vernünftige Überlebensstrategie.

Wie man erkennt, dass eine Katze wirklich friert

Wann Katzen zu frieren beginnen: Experten nennen die optimale Temperatur für Haustiere
Katzen

Wenn der Körper einer Katze zu stark auskühlt und die Temperatur unter etwa 36,9 °C fällt, treten deutliche Alarmsignale auf. Das ist nicht mehr nur „mir ist ein bisschen kalt”, sondern ein Zustand, in dem der Körper Probleme hat, die Wärmebilanz aufrechtzuerhalten.

Im Alltag können wir vor allem Folgendes beobachten:

  • Zittern des Körpers und Anspannung der Muskeln, wenn die Katze versucht, sich „aufzuwärmen“,
  • kühle Ohren und Pfoten, insbesondere nach der Rückkehr von draußen,
  • deutliche Trägheit, Zusammenrollen zu einem festen Ball und beharrliche Suche nach einer Wärmequelle.

Bei weiterer Abkühlung werden die Bewegungen der Katze immer unsicherer, die Atmung verlangsamt sich und der Blick wird trüb. Dies ist die Phase, die wir um jeden Preis vermeiden wollen.

Warum frieren manche Katzen schneller als andere?

Die Kälteresistenz wird nicht nur vom Wetter beeinflusst, sondern auch davon, wie „von Natur aus” unsere Katze ist. Langhaarige Rassen wie die Sibirische Katze oder die Norwegische Waldkatze haben ein dichtes Unterfell, das wie eine natürliche Jacke wirkt. Kurzhaarige Katzen und haarlose Rassen hingegen sind gegenüber Kälte praktisch schutzlos.

Auch das Alter und der allgemeine Gesundheitszustand spielen eine wichtige Rolle. Kätzchen und sehr alte Katzen verlieren schneller Wärme. Ein Tier, das den größten Teil seines Lebens im Haus verbringt, verträgt einen längeren Aufenthalt in der Kälte in der Regel schlechter als eine Katze, die an den Außenbereich gewöhnt ist, obwohl auch letztere ihre Grenzen hat und ebenfalls Schutz benötigt.

Praktische Möglichkeiten, eine Katze im Winter zu wärmen

In den kalten Monaten sollten Sie einige konkrete Dinge beachten, damit Ihre Katze nicht nur nicht friert, sondern sich bei Ihnen auch einfach sicher fühlt.

  1. Eine Katze, die nach draußen geht, sollte Zugang zu einem trockenen, geschützten Ort für die Nacht haben – das kann eine isolierte Hütte auf dem Balkon, ein Karton in einer ruhigen Ecke der Garage oder ein anderer Unterschlupf sein, der vor Wind und Feuchtigkeit schützt.
  2. Im Winter liegen auf den Gehwegen oft Mittel gegen Vereisung. Diese können die Pfoten stark reizen, daher ist es ratsam, nach der Rückkehr nach Hause die Pfotenballen schnell zu untersuchen, sie vorsichtig mit einem feuchten Tuch abzuwischen und zu trocknen, wobei auf mögliche Risse oder Rötungen zwischen den Zehen zu achten ist.
  3. Bei kaltem Wetter verbraucht der Körper einer Katze etwas mehr Energie, um die Wärme aufrechtzuerhalten. Daher ist es im Winter in der Regel sinnvoll, ihr tagsüber etwas nahrhafteres Futter zu geben, wobei auf gesunde Proportionen zu achten ist und das Gewicht des Tieres im Auge behalten werden sollte.
  4. Im Haus eignen sich erhöhte, weiche Schlafplätze – Regale, Hängematten am Heizkörper, Körbe auf der Kommode – hervorragend. Höher ist es in der Regel wärmer, und die Katze fühlt sich dort zusätzlich sicher.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass unsere Katzen keineswegs unverwundbare „Mini-Raubtiere” sind, denen die Kälte nichts anhaben kann. Sie haben bestimmte Einschränkungen – sowohl hinsichtlich der Umgebungstemperatur als auch der Zeit, die sie im Freien verbringen können. Indem wir das Verhalten unseres Haustieres beobachten, für ein warmes Nest sorgen und seine Pfoten schützen, können wir dafür sorgen, dass selbst ein langer Winter für ihn einfach eine ruhige Zeit zum Schlafen wird und kein Kampf gegen die Kälte. Wenn Sie Ihre eigenen Methoden haben, um den Winter mit Ihrer Katze angenehm zu verbringen, teilen Sie diese gerne mit anderen Besitzern.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen