
Die Gattung Monstera umfasst mehrere Dutzend Arten, von denen einige riesige Blätter mit grafischen Formen entwickeln. Unter diesen Lianen der Familie der Araceae, die in Innenräumen sehr beliebt sind, sticht Monstera deliciosa durch ihre beeindruckenden perforierten Blätter hervor. Hinter diesem üppigen Aussehen verbirgt sich jedoch eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Störungen des Bewässerungsregimes, der Zusammensetzung des Substrats und der Luftfeuchtigkeit.
Wenn diese Parameter außerhalb der zulässigen Werte liegen, treten verschiedene pilzliche, bakterielle oder physiologische Krankheiten auf, die an Flecken, Deformationen oder einem allmählichen Welken der Blätter zu erkennen sind. Die genaue Identifizierung der Symptome ist eine notwendige Voraussetzung für die Wahl der Korrekturmaßnahmen, da jede Veränderung sehr unterschiedliche Ursachen haben kann.
1 – Wurzelfäule
Diese Krankheit ist eine der Hauptkrankheiten der in Töpfen gezüchteten Monstera. Sie äußert sich in einer diffusen Gelbfärbung der Blätter, einer hängenden Haltung und manchmal einem Gärungsgeruch im Substrat. Die Wurzeln werden braun, weich und zerfallen bei Berührung. Die Ursache liegt in der Regel in zu häufigem Gießen in Verbindung mit unzureichender Drainage. Solche Bedingungen begünstigen die Entwicklung phytopathogener Oomyceten wie Pythium oder Phytophthora, Mikroorganismen, die aufgrund ähnlicher Infektionsmechanismen lange Zeit als Pilze galten.
Die Lösung des Problems besteht in einer sofortigen Umpflanzung in ein belüftetes Substrat (eine Mischung aus Erde, Fasern und Perlit), der Entfernung nekrotischer Wurzeln und einer deutlichen Verringerung der Feuchtigkeit. Wichtige vorbeugende Maßnahmen sind die Verwendung eines Topfes mit Drainageloch und eine teilweise Trocknung zwischen den Bewässerungen.
2 – Transparente und feuchte bakterielle Flecken
Auf einigen Blättern erscheinen feuchte und leicht transparente Flecken, die zunächst dunkler werden und dann allmählich absterben. Diese unregelmäßigen Flecken, die manchmal von einem gelben Rand umgeben sind, ähneln einer bakteriellen Infektion, die durch Wasserspritzer und hohe Staunässe begünstigt wird. In einer warmen Umgebung breiten sich die befallenen Gewebe schnell aus.
Die Diagnose lautet auf Blattbakteriose, wenn die Blattadern von innen befallen zu sein scheinen. Die befallenen Blätter müssen entfernt und vernichtet, die Werkzeuge desinfiziert und das Besprühen der Blätter der Monstera eingeschränkt werden. Regelmäßiges Lüften des Raumes und eine moderate Luftfeuchtigkeit verringern den Druck dieser Mikroorganismen.
3 – Anthraknose
Diese kryptogene Krankheit manifestiert sich in Form von runden braunen Flecken, die sich in konzentrischen Platten ausbreiten und manchmal kleine schwarze Punkte aufweisen. Sie entsprechen der Fruchtbildung des Pilzes. Die Schäden entwickeln sich hauptsächlich auf alten Blättern und breiten sich zu den Rändern hin aus, die dann vertrocknen. Das Besprühen der Blätter und eine zu warme Umgebung begünstigen die Infektion.
Die Behandlung besteht in der Entfernung der befallenen Teile, der vorübergehenden Entfernung der Monstera und der Desinfektion der Wachstumsbedingungen. Ein gut drainiertes Substrat, die Vermeidung von Staunässe und die Begrenzung von Spritzwasser beim Gießen verringern die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Infektion erheblich.
4 – Mehltau
Mehltau, der seltener auftritt, aber in Innenräumen möglich ist, manifestiert sich in Form eines weißen, pulverartigen Belags auf der Blattoberfläche, begleitet von Wachstumsverzögerungen und manchmal einer grünlichen Verfärbung. Diese Krankheit entwickelt sich in einer trockenen und geschlossenen Atmosphäre, was paradoxerweise mit unregelmäßiger Bewässerung einhergeht.
Die Verbesserung der Belüftung, die Entfernung der am stärksten befallenen Blätter und die Rückkehr zu einem stabileren Bewässerungsregime sind vorrangige Maßnahmen. Eine moderate Luftfeuchtigkeit ohne Übertreibungen und eine gute Beleuchtung begrenzen die Entwicklung dieses opportunistischen Pilzes.
5 – Cercospora und braune Flecken auf den Blättern

Cercospora verursacht das Auftreten von runden, dunkelbraunen Flecken mit einem helleren Zentrum, die oft klar abgegrenzt sind und über die gesamte Blattoberfläche verteilt sind. Im Gegensatz zu Bakteriosen bleiben diese Läsionen trockener und entwickeln sich langsam. Die Sporen verbreiten sich durch Spritzer und infizierte Pflanzenreste.
Die Strategie zur Bekämpfung der Krankheit basiert auf der Entfernung befallener Blätter, der Reinigung der Substratoberfläche und der Verringerung des längeren Kontakts mit feuchten Blättern. Die Aufrechterhaltung einer hellen Umgebung und das regelmäßige Drehen des Topfes tragen zu einem kräftigeren Wachstum der Monstera und damit zu ihrer größeren Widerstandsfähigkeit bei.
6 – Physiopathologie aufgrund übermäßiger Luftfeuchtigkeit (Ödeme)
Auf einigen Blättern der Monstera erscheinen kleine durchsichtige Bläschen, die mit der Zeit korkartig werden, ohne dass Anzeichen von Fäulnis erkennbar sind. Dieses Phänomen hängt mit einem Ungleichgewicht zwischen der Aufnahme durch die Wurzeln und der Transpiration der Blätter zusammen, das typisch für sehr feuchte und schlecht belüftete Räume ist. Obwohl es sich nicht um eine ansteckende Krankheit handelt, kann ihr Aussehen irreführend sein.
Die Lösung des Problems besteht darin, die Luftfeuchtigkeit zu regulieren, die Bewässerungshäufigkeit etwas zu reduzieren und die Belüftung um die Blätter herum zu verbessern. Sobald sich der interne Wasserfluss stabilisiert hat, setzt ein allmähliches Wiederaufleben des Wachstums ein.
7 – Verfärbung und Chlorose aufgrund von Nährstoffmangel
Blasse Blätter mit grüneren Adern, manchmal begleitet von verlangsamtem Wachstum, deuten auf Eisenchlorose oder ein Ungleichgewicht der Nährstoffe im Substrat hin. Diese Veränderung des physiologischen Zustands tritt vor allem in ausgelaugten oder zu kalkhaltigen Böden auf. Die Diagnose wird bestätigt, wenn die jungen Blätter der Monstera am stärksten betroffen sind.
Durch Umtopfen in eine nährstoffreiche, aber gut durchlässige Erde, eine angemessene Düngung mit einem ausgewogenen Dünger und die Aufrechterhaltung eines geeigneten pH-Werts des Substrats wird die Färbung allmählich wiederhergestellt. Das Gießen mit kalkfreiem Wasser begrenzt das erneute Auftreten dieses Phänomens.
8 – Braunfärbung der Blattränder aufgrund von Wasserstress
Die Blattränder trocknen aus, rollen sich ein und verfärben sich braun, manchmal in Form großer unregelmäßiger Flecken. Im Gegensatz zu kryptogamen Flecken verläuft die Schädigung oft entlang des Blattrandes und schreitet bei plötzlichen Veränderungen der Bewässerung oder zu trockener Luft in der Nähe einer Wärmequelle fort. Diese Schäden, die oft mit einer Krankheit verwechselt werden, sind das Ergebnis chronischen Wasserstresses.
Regelmäßiges Gießen, das Entfernen der Pflanze aus warmen Bereichen und ein Substrat, das Feuchtigkeit ohne Übermaß speichert, stabilisieren den Zustand der Blätter. Das Entfernen zu stark beschädigter Blätter fördert das Wachstum neuer, gesunder Triebe.
Jede Krankheit oder Physiopathie spiegelt ein bestimmtes Ungleichgewicht in der Beziehung zwischen Substrat, Wasser, Licht und Atmosphäre wider. Ein Gärtner in Deutschland muss beispielsweise die Symptome (Form der Flecken, Farbe des Gewebes, Entwicklungsgeschwindigkeit) genau beobachten, um eine genaue Diagnose zu stellen und eine unangemessene Behandlung zu vermeiden. In den meisten Fällen sind die wirksamsten Methoden, um die Kraft und Eleganz der Monstera zu erhalten, die Anpassung der Anbaumethoden, die Verbesserung der Umgebung und die Wachsamkeit gegenüber übermäßiger Feuchtigkeit. Mit Hilfe dieser wenigen einfachen Grundsätze ist es letztendlich recht einfach, diese Kletterpflanze in Innenräumen zu züchten, auch ohne große Kenntnisse im Bereich der Gartenarbeit.











