
Trotz seines ruhigen Erscheinungsbildes ist der Winter ein wahrer Albtraum für Rosen im deutschen Garten. Frost, Schnee, Wind und Feuchtigkeit setzen ihre Wurzeln, Knospen und vor allem die Veredelungsstelle einer schweren Belastung aus. Eine einfache Maßnahme, die jeder umsetzen kann, erspart Ihnen jedoch im Frühjahr viele Enttäuschungen.
Der Winter gefährdet den Wurzelstock von Rosen: Frost, Feuchtigkeit und Veredelungsstelle in Gefahr
Wenn wir an Frost denken, stellen wir uns oft schwarze Blätter oder abgebrochene Stiele vor. Für Rosen ist die Gefahr jedoch heimtückischer: Es sind die Frost-Tau-Zyklen, die Staunässe und der kalte Wind, die die Pflanze nach und nach schwächen. Wasser sammelt sich, gefriert und zerstört still und leise das innere Gewebe.
Manche Rosen sehen im Januar noch völlig in Ordnung aus, sterben aber im März ab. Warum? Weil ihre Wurzeln verfault sind oder die Veredelungsstelle zu offen war. Diese Veredelungsstelle, die sich an der Verbindungsstelle zwischen Wurzeln und Zweigen befindet, ist von entscheidender Bedeutung: Wenn sie erfriert oder verfault, stirbt die Rose ab. Schnee, der schmilzt und gefriert, verwandelt den Boden in eisigen Schlamm und begünstigt die Entwicklung von Krankheiten, Schimmel und Wurzelfäule.
Der Schutzkegel: eine wenig bekannte Wärmekappe, die Ihre Rosen vor dem Schlimmsten bewahrt
Er sieht nicht besonders attraktiv aus und ist in Berliner Gärtnereien nur selten zu finden, doch der Rosenschutzkegel ist für erfahrene Gärtner ein unverzichtbares Hilfsmittel. Stellen Sie sich eine Haube vor, meist aus Styropor, die direkt auf den Fuß der Rose gesteckt wird. Ihre Aufgabe? Schutz vor extremen Wetterbedingungen.
Das Prinzip basiert auf einer sehr einfachen Idee: ein stabiles Mikroklima um den Fuß des Rosenstrauchs zu schaffen. Indem wir ihn mit Erde aus dem Garten füllen, isolieren wir den Fuß der Pflanze, verhindern Staunässe und schützen vor austrocknenden Winden. Das Tüpfelchen auf dem i: Der Kegel kann mehrere Jahre hintereinander verwendet werden.
Einige Gärtner in Deutschland lehnen sie ab, weil sie sie als unästhetisch oder zu auffällig im Wintergarten empfinden. Zwischen vorübergehender Ästhetik und dem Verlust des Rosenstrauchs ist die Wahl jedoch klar. Lieber eine etwas kitschige Ecke als ein verlorener Bestand. Und vor allem lassen sich diese Kegel in zwei Minuten ohne spezielle Ausrüstung aufstellen.
Anleitung zum richtigen Mulchen mit einem Kegel: Wann, wie und was für eine gute Isolierung verwenden?

Hier ist eine einfache Methode, die über mehrere Winter hinweg getestet, angepasst und verbessert wurde, um einen einfachen Kegel in eine echte Schutzbarriere gegen Kälte zu verwandeln. Mit ein paar einfachen Schritten und einer kleinen Menge richtig ausgewählter Erde können Sie unnötige Verluste vermeiden und die Frühlingsblüte retten.
- Warten Sie auf den ersten Frost, aber nicht zu lange: Die Erde muss noch bearbeitbar sein.
- Bilden Sie einen 20 cm hohen Hügel aus Erde um den Fuß des Rosenstrauchs. Verwenden Sie lockere, nicht gefrorene Erde ohne Kompost.
- Binden Sie die Zweige locker zusammen, damit sie direkt unter dem Kegel bleiben.
- Setzen Sie den Kegel auf und füllen Sie ihn dann fast bis zum Rand mit derselben Erde. Dadurch entsteht eine doppelte Isolierung.
- Lüften Sie! Einige Kegel haben eine kleine Belüftungsöffnung. Wenn dies nicht der Fall ist, bohren Sie eine: Die Luft muss zirkulieren können, sonst bildet sich Schimmel.
Legen Sie niemals Kompost oder Mulch in den Kegel: Dies erhöht die Feuchtigkeit, fördert die Schimmelbildung, lockt Wühlmäuse, unerwünschte Würmer und sogar schädliche Insekten an. Bevorzugen Sie saubere, feine und gut durchlässige Erde: Dies ist der beste natürliche Isolator für Rosen.
Gesunde Knospen, unbeschädigte Veredelungsstelle: Anzeichen dafür, dass Ihre Rose den Winter überstanden hat
Im April kommt der magische Moment, in dem die Kegel entfernt werden. Wenn Sie die Kappe vorsichtig anheben und den Erdhügel auflockern, sind die Knospen lebendig, die Stiele biegsam und die Veredelungsstelle unbeschädigt. Eine echte Erleichterung für jeden begeisterten deutschen Gärtner.
Der Schutz von Rosen ist keine übertriebene Vorsicht, sondern gesunder Menschenverstand. Angesichts des Preises einer schönen Rose und der Zeit, die für ihre Pflanzung erforderlich ist, wird diese kleine Geste zu einer Investition mit sehr hohem emotionalem Ertrag.
Um noch einen Schritt weiter zu gehen, kann man verschiedene Sorten ausprobieren, widerstandsfähigere alte Rosen testen oder für die empfindlichsten Sorten Kegel in Kombination mit Winterabdeckungen verwenden. Im Grunde genommen ist die Pflege von Rosen dasselbe wie einem Kind im Winter eine Mütze aufzusetzen: eine Geste der Liebe.











